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Informationszentrum (mit Ökoladen) Irkutsk

- Eröffnung im Januar 2008 -

 

Maria Thun (links), Larissa Tuschilina

 

» Bilder von der Eröffnung des Ladens «

 

Es ist auch in Russland kein Geheimnis, dass die Qualität der Konsumgüter im Lande Jahr für Jahr sinkt. Dieses Problem betrifft praktisch alle Konsumgüter: Lebensmittel, Kosmetika, Waschmittel, Haushaltsreiniger bis zu Hilfsmitteln in der Landwirtschaft (Samen, Düngemittel) und so weiter. In allen Produkten werden die natürlichen Ingridienzen weitgehend durch künstliche, chemische und synthetische Stoffe  ersetzt. Das geschieht, um die Herstellungskosten und damit die Endverkaufspreise zu senken, nimmt damit aber auch Qualitätseinbussen in Kauf, die die menschliche Gesundheit beeinträchtigt und die Umwelt gleichermaßen beeinträchtigt.

 

Das Gebiet Irkutsk war schon immer für die endlosen Weiten der Taiga, für die Artenvielfalt unter den Wildtieren und das "Heilige Meer", den Baikalsee berühmt. Das alles ist schon seit vielen Jahren bedroht. Wenn sich in der Ökologie nichts ändert, wird die ganze Natur unseres Gebietes einen nicht wieder gut zu machenden Schaden erleiden.

 

Viele Menschen im Irkutsker Gebiet erkennen diese Probleme schon lange und jeder versucht auf seine Weise, etwas dagegen zu tun. Der Eine pflanzt auf seiner Datscha bewusst Biogemüse an, andere kaufen sich Land, um ihre Familien mit ökologisch sauberen Lebensmitteln, mit Gemüse, Milch und Brot, zu versorgen. Wieder andere verwenden keine Waschmittel und kein Haarshampoo, sondern natürliche Seife.

 

Was also liegt näher als diese Bestrebungen durch ein Infozentrum mit angeschlossenem Ökoladen zu stärken. Die Irkutsker Bevölkerung benötigt biologisch-ökologisch saubere und unbedenkliche Nahrungsmittel: eine durch uns durchgeführte Umfrage zeigte, daß die Menschen bereit sind, für natürliche Lebensmittel auch höhere Preise in Kauf zu nehmen.

 

Im Einzelnen soll das Informationszentrum folgende Bereiche abdecken:

 

1. Ökologisch – Biologische Lebensmittel

 

Zur Zeit bieten wir nur Naturprodukte aus Wald und Wiese an (Waldbeeren, Zedernnüsse etc.) sowie ein kleines Sortiment an Bio-Importprodukten (Kaffe, Hülsenfrüchte, Zucker und anderes).

 

Dieses Angebot soll erweitert werden:

        •       Milch und Milchprodukte (Käse, Joghurt, Quark u.ae.)

        •       Brot und Brötchen

        •       Fleisch und Eier

        •       Korn und Hülsenfrüchte

        •       Kuchen und Torten

        •       Fett

        •       Honig

        •       Gewürze

        •       Kindernahrungsmittel

 

Darüber hinaus beabsichtigen wir, Landwirte in unserem Umkreis dazu zu motivieren, ihre Landwirtschaft auf Bio umzustellen. Beispielsweise wachsen im Altai Sonnenblumen. Ist ein Farmer bereit, Sonnenblumen biologisch–ökologisch sauber anzubauen, dann würden wir seine Sonnenblumenkerne für einen höheren als den marktüblichen Preis aufkaufen und daraus in Irkutsk unser eigenes Öl herzustellen.

Gebäude und Menschen für die Produktion zu finden ist nicht das Problem, problematisch ist die Anschaffung der notwendigen Produktionsmaschinen und Technologie (Ölpresse, Mühle, Käsepresse etc.).

 

2. Alles für eine ökologisch saubere Landwirtschaft

 

Biosaatgut, Dünger, Pflanzenschutzmittel gegen Schädlinge und Ackerland - all dies gibt es bereits auf der biologisch-dynamisch wirtschaftenden Farm von Sergey und Larissa Tuschilin. Zur Zeit soll diese Produktion mit Hilfe weiterer Landbesitzer aus dem Irkutsker Klub „Harmonie“ vergrößert werden. Ebenso sind wir mit dem Klub der Landbesitzer befreundet und beziehen von ihnen Lagerbestände.

 

3. Naturkosmetika und Seife

 

Dieser Zweig wird aktiv von Serafima Tuschilin betreut. Sie befasst sich schon seit vielen Jahren aktiv mit dieser Materie und bereitet Gesichtscremes, Salben und Lotionen mit Zutaten aus dem biologisch-dynamischen Anbau zu, die nicht nur unsere Familie, sondern auch viele Menschen in Irkutsk gerne benutzen. 

Weiter wollen wir Produkte der Firma Weleda (Schweiz) und Ayurweda (Indien) anzubieten.

 

4. Bioreinigungsmittel

 

Diesen Bereich haben wir bis jetzt noch nicht genügend überprüft, haben aber vor, in einer ersten Etappe, Produkte der schwedischen Firma Sonnet oder andere ökologisch unbedenkliche Produkte anzubieten.

 

5. Anthroposophische biodynamische Literatur

 

In unserem Laden werden wir die Werke von R. Steiner,  E. Pfeiffer, M. Tun, A. Podolinski, O. Wolf, U. Renzenbrink sowie unsere Bücher von S. und L. Tuschilin, daneben die Zeitung „Lebendiges Land“ sowie andere Publikationen aus den Bereichen Anbau, Lebensmittel, Gesundheit etc. anbieten. Die Einrichtung einer kleinen Bibliothek ist möglich.

 

6. Andere Produkte

 

Dazu gehört:

 

        •       Geschirr aus Holz, Ton und Birkenrinde

        •       Holzmöbel

        •       Kleider aus ökologisch unbedenklichen Stoffen

        •       Wolle zum Spinnen

        •       Lehmfarben für Oberflächenbehandlungen

        •       Werkzeuge (zum Beispiel für das Erstellen von Bottichen und Fässern u.ae.)

        •       Maschinen für Produzenten in anderen Regionen

Hier ist vieles denkbar, anfangen können wir mit kleinen Mengen an Geschirr aus Ton und Holz.

 

7. Informationszentrum

 

Hauptaufgabe des Zentrums ist die Bereitstellung von kostenlosen Informationen für die Bevölkerung zu Themen wie: was wir wirklich essen und wie wir uns gesund ernähren, Bioanbau von Früchten und Gemüse sowie andere interessante Fragen zu Ökologie und Bio. Eine der dringlichsten Aufgaben des Zentrums wird die Einrichtung einer Bibliothek sein. Später sollen auch Seminare rund um die Themen Ernährung, Landwirtschaft, Gesundheit u.s.w. angeboten werden.

 

8. Zertifizierungszentrum

 

Geplant sind zwei Laboratorien: Ein standardisiertes (zur Überprüfung von chemischen Bestandteilen in Lebensmitteln) und ein nicht standardisiertes (kapillare Dynamik). Mit der kapillaren Dynamik können wir auf Wunsch von Privatpersonen jedes beliebige Produkt untersuchen. Zum Beispiel: eine Frau, die auf dem Markt gekaufte Karotten untersuchen lassen möchte, bringt eine Karotte vorbei. Wir benötigen ein Tröpfchen Saft, geben es in eine Lösung (AgNO3) und sehen, welches Bild wir erhalten.

 

9. Restaurant

 

Ein Restaurant gehört zu den langfristigen Vorhaben. Dort werden Menüs aus ökologisch-biologischer Produktion angeboten. Neben einem Restaurant könnten auch eine Werkstatt, eine anthroposophisch-medizinische Praxis und vieles mehr eingerichtet werden. Hier sind die Möglichkeiten grenzenlos, aber das ist noch Zukunftsmusik.

 

Alles in allem: ein großes Projekt, das keimhaft beginnen wird: am 8. Januar 2008 eröffnet in Irkutsk ein kleines Geschäft (10 m2) seine Pforten, in dem wir einiges aus unserer Produktpalette anbieten werden; Lebensmittel, Kosmetika, alles für Bioanbau, Literatur, Handarbeiten etc. Für die Realisierung aller anderen Pläne reichen die uns derzeit zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel nicht aus. Doch wir sind davon überzeugt, dass unser Tun richtig und wichtig ist und vertrauen auf unsere Zukunft.

 

 

Interessiert ? - Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf:

(Kontakt in deutscher Sprache möglich)

Frau Uljana Tuschilin, Email bdsib(AT)land.ru (ersetzen Sie (AT) mit @)

oder Kontaktformular auf beryosa.net

 

 

Unsere Konten in Deutschland

Beneficiary Bank

VTB 24 (JSC), Moscow, Russia

SWIFT: CBGURUMM

Intermediary Bank

 

Correspondent account in Intermediary Bank

Deutsche Bank AG, Fr/Main, Germany

SWIFT: DEUTDEFF

100947525200

Intermediary Bank

 

Correspondent account in Intermediary Bank

Commerzbank AG, Fr/Main, Germany

SWIFT: COBADEFF

400886692301 EUR

Beneficiary Customer

Tuzhilina Uljana Sergeevna

40817978206110000018

 

 

Wir bedanken uns bei Sandra Ravioli von nachrussland.de

für die Übersetzung dieses Textes aus dem Russischen

 

 

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