Maria Wolkonskaja

Deiner fernen Wüste Trauer

Die Erinnerungen der Maria Wolkonskaja

 

Silvester 1827. Kurz vor dem Ural bleibt eine Kutsche im Schneesturm stecken. Die Reisenden: die 21-jährige Fürstin Maria Wolkonskaja mit ihrer störrischen Kammerzofe. Im Gepäck hat Maria, die selbst ihren 2-jährigen Sohn bei ihrer Familie zurücklassen musste, wenig mehr als die Erinnerungen an eine behütete Kindheit, Liebesgedichte von Alexander Puschkin und Melodien aus der Ukraine – vor ihr liegt die Strecke von 6 500 Kilometern nach Sibirien. Sie folgt ihrem Ehemann, der wegen Beteiligung am Dekabristenaufstand von 1825 zu zwanzig Jahren Zwangsarbeit und lebenslanger Verbannung verurteilt ist. Um zu verhindern, dass die Frauen ihren Männern in die Gefangenschaft folgen, wird ihnen von vornherein verboten auch nur besuchsweise zurückzukehren, und die Fürstin erwartet eine entbehrungsreiche Existenz in der eisigen Wüste Sibiriens. Trotzdem bleibt sie später über die Begnadigung ihres Mannes hinaus und kehrt erst nach 28 Jahren ins europäische Russland zurück.

 

 

Maria Wolkonskaja (1806-1863), die ihrem Mann in die Verbannung folgte, wird in Sibirien als Begründerin des Sozialsystems verehrt. Sie gründete ein Waisenhaus und setzte sich für die Schulbildung der Kinder ein.

 

Hörspielbearbeitung und Regie: Christine Nagel; Das Hörspiel basiert auf den Memoiren der Fürstin Wolkonskaja. Mit Hildegard Schmahl, Anja Bilabel, Peter Lieck. DLF 2003 · 60 Min.

 

(Beschreibung übernommen von der Webseite des Hessischen Rundfunks)

 

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